Liebe in der Nacht

Was ist die Liebe? Was kann sie? Und was macht sie aus uns?

In 7 Geschichten versucht Fitzgerald diese Fragen zu beantworten. Beziehungsweise versucht er es nicht nur – er erschafft einen wahren Mikrokosmos an Romantik, der sich mal eher tragisch und mal eher komisch zeigt. Es sind Erzählungen die so schillernd sind wie sein eigenes Leben und das Jahrzehnt in dem er berühmt wird. Und trotz all der Opulenz bleiben sie doch eins: authentisch. Denn kitschig a la Rosamunde Pilcher sind sie nicht. Sie reißen einen mit in die Verliebtheit, die einen rasend befällt und die man nicht abschütteln kann. Sie hängen an einem wie der Kummer einer verlorenen Liebe, die einen schwer trifft. Und sie geben einem Mut nur eins nicht zu vergessen: den Glauben an die Liebe.

Diogenes: Leinen – 22,00€


 Zusätzlich handelt es sich bei dieser Ausgabe, um ein wunderschönes Buch, in nachtblauen Leinen gebunden und goldener Schrift und Schmuckelementen, im Art dèco Stil. Welcher bibliophiler Mensch kann da „Nein“ sagen?

Alles in allen ist diese Sammlung an Geschichten nur zu empfehlen, vor allem für jene mit Hang zur Romantik und Liebe für Detail. Und vor allem bestätigt sich mir persönlich mal wieder eins: Fitzgerald ist einer meiner Lieblingsautoren und ich bereue es schon ein wenig, ihn erst jetzt schätzen gelernt zu haben.

Meine Meinung in 3 Worten: romantisch – authentisch – wunderschön!

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Wer ist eigentlich dieser Capote?

Nachdem ich mich eingehend mit dem Werk von F. Scott Fitzgerald auseinander gesetzt habe, wurde es für mich Zeit, mich einem anderen großen Schriftsteller Amerikas zu widmen – Truman Capote. Eine Schande, dass ich nicht schon früher auf die Idee kam, denn er war es der das Buch zu meinem Lieblingsfilm „Frühstück bei Tiffany“ schrieb. Deswegen habe ich mir 3 seiner bekanntesten Werke herausgesucht und diese auf Herz und Nieren geprüft.



1. Frühstück bei Tiffany

Seit ich 15 Jahre alt bin, ist dies mein Lieblingsfilm, was vor allem daran liegt das Audrey Hepburn ihre Rolle als Holly Golightly so bezaubernd spielt, dass es jedem das Herz erweicht. Und natürlich liegt es auch an der Geschichte an sich, die erzählt wird. Und hier hat Capote ganze Arbeit geleistet. Natürlich unterscheiden sich Buch und Film, aber grundlegend ist die Thematik die gleiche. Ein junger Mann zieht nach New York und trifft auf die quirlige Holly, die sich ihr Leben durch zwielichtige Männer finanziert. Was nicht heißt das sie sich prostituiert. Auf keinen Fall. Das wäre nicht ihr Stil. Stattdessen gibt sie rauschende Feste und besucht einmal die Woche einen Bekannten Drogenboss im Gefängnis, dem sie dann den „Wetterbericht“ durchgibt. Und wenn sie mal die Trauer einholt, fährt sie mit dem Taxi zum Juwiliershaus Tiffany und erwärmt ihre Seele mit dem Anblick der Schmuckstücke, die im Schaufenster ausliegen. Aber ist es wirklich das was sie ein erfülltes Leben nennt? Im Grunde genommen geht es im Roman darum, erwachsen zu werden. Sich zu erden. Und gleichzeitig es nicht zu wollen. Der Wildfang vom Typus „Holly Golightly“ charakterisiert diesen Zwiespalt perfekt. 

Meine Meinung in 3 Worten: GANZ – GROßE – LIEBE !

Kein & Aber: Taschenbuch – 10€



2. Kaltblütig

Ein weiteres Buch das ziemlich großen Erfolg feierte ist „Kaltblütig“. Capote war der erste Schriftsteller, der es sich zur Aufgabe machte, einen echten Mordfall minutiös zu rekonstruieren und daraus dann einen Roman zu machen. Im November 1959 wurde die vierköpfige Familie Clutter brutal auf ihrer Farm in Holcomb, Kansas, umgebracht. Das Buch beginnt mit einer ausführlichen Beschreibung, der Familie und ihrem Status im Dorf. Gleichzeitig werden aber auch die Täter und ihre Lebensgeschichte dem Leser näher gebracht. Zu guter letzt fügt Capote das ganze zusammen indem er die Tat, die darauffolgenden Flucht, die Zeit im Gefängnis bis hin zur Hinrichtung dokumentiert. Eine Leistung die seines gleichen sucht und die versucht diesen grausamen Mord für kommende Generationen aufzuzeichnen. Auch wenn er ein wenig Licht ins Dunkel bringt, klärt er leider das „Warum“ noch lange nicht. 

Meine Meinung in 3 Worten: präzise – sachlich – kaltblütig !


Kein & Aber : Taschenbuch – 12,90€



3. Erhöhrte Gebete

Und nun zum letzten und meiner Ansicht nach schwächsten Buch von Capote. Dieses Buch ist auch eigentlich kein Buch sondern, eine Zusammenfassung verschiedener Artikel die er für den „Esquire“.  Unter dem Titel „Erhöhrte Gebete“ schrieb er über die gesamte New Yorker Highsociety – teilweise unter Synonymen, teilweise aber auch mit richtigen Namen. Es ist eine Parodie über jene, die denken sie seien etwas besseres. Er schreibt darüber was die Reichen und Schönen so den lieben, langen Tag machen, wer mit wem in Kiste springt und wann die nächste Intrige stattfindet. Nicht alleine das machte das ganze zu einem Riesenskandal, vor allem auch die vulgäre Sprache die Capote nutzte, erschütterte seine ehemaligen Freunde. Und die Moral von der Geschichte? Er katapultierte sich damit selbst ins Aus. Sein Anfang vom Ende. 10 Jahre später stirbt er an den Folgen seines jahrelangen Alkohol- und Drogenkonsums.

Meine Meinung in 3 Worten: konstruiert – vulgär – vernichtend !


Kein & Aber: Taschenbuch – 9,90€

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Sommerweh‘ ..

Bislang habe ich nie ein Buch des großen F. Scott Fitzgerald gelesen. Zwar interessierte mich „Der große Gatsby“ schon seit geraumer Zeit, aber es ergab sich nie der geeignete Zeitpunkt es zu lesen. Statt diesem Meilenstein der Modernen Klassik, entschied ich mich für „Die Straße der Pfirsiche“. Alles in allem muss ich sagen, dass dies eine gute Entscheidung war, auch wenn das Buch doch meine Sehnsucht nach wärmeren Gefilden stark beeinflusste – vor allem bei aktuellen Minusgraden. 


 

Aufbau Verlag: Leinen – 16,95€

 


Scott und Zelda machen sich im Jahr 1920 auf den Weg von Connecticut nach Alabama um Fitzgeralds  Schwiegereltern zu überraschen – eigentlicher Grund war Zelda, die eines Morgens aufwachte und unglaublich starken Hunger auf Biscuits und Pfirsiche habe, die sie als Kind doch so gerne gegessen habe. Kurzerhand setzen sich beide in ihren alten klapprigen „Rollin‘ Junk“ und fahren durch 8 Staaten ( circa 2000 km ) in Richtung Montgomery. Dabei erleben die beiden allerhand witzige Dinge, die bei neutraler und vor allem heutiger Betrachtung, wahrscheinlich einer Katastrophe ähneln. So ist das Auto ständig in der Werkstatt, das Geld wird mehrmals knapp – und zu dieser Zeit muss man das Geld per Telegramm zu einen Ort hinschicken lassen – und der gekaufte Reiseführer erzählt nur die halbe Wahrheit. Aber das hält die Beiden – und vor allem das Auto – nicht auf irgendwann heil anzukommen.

Es ist eigentlich eine ganz simple Geschichte, im Sinne eines „Road Trips“, doch steckt meines Erachtens mehr dahinter. Die Art von Humor die Fitzgerald nutzt um dies alles zu Beschreiben, erheitert einen auf eine gewisse Art und Weise, obwohl jeder normale Mensch wahrscheinlich am Rande der Verzweiflung  wäre. Sie leben sozusagen in den Tag hinein und scheren sich nicht, was morgen ist. Aus heutiger Sicht wäre das meines Erachtens kaum machbar für einen „normalen“ Menschen. Die Geschichte lässt einen alte Luft atmen und erzeugt ein leichtes Kribbeln angesichts der romantischen Vorstellung eines solchen Ausflugs. 


 

Quelle: www. mhpbooks.com

 


Im Anhang der Erzählung folgt ein Schriftstück von Zelda unter dem Titel „Führen Sie Mr. und Mrs. F. zu Zimmer Nr.“  in dem sie all die Reisen kurz und bündig hintereinander aufzählt und trotzdem sensibel schildert was sie so besonders macht. Außerdem noch ein Interview des Ehepaares unter dem Titel „Was denkt F. Scott Fitzgerald über seine Frau?“ Und zu guter letzt das Nachwort von Alexander Pechmann unter der passenden Überschrift „Zwei romantische Egoisten“, dass die komplette Geschichte nochmal unter die Lupe nimmt und einem eine tieferen Blick hinter die Kulissen gibt.

Ich muss dazu sagen, dass ich mich zwar hier und da schon mal mit diesem glamourösen Ehepaar auseinandergesetzt hab und  von der Tragik beider Personen rudimentär Bescheid wusste, aber nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, wurde mir vieles verständlicher und noch viel tragischer.

Aber viel mehr will ich gar nicht vorwegnehmen. Lest lieber selber und lasst euch vom Zauber der Fitzgeralds einfangen!
Meine Meinung in 3 Worten: erwärmend – leicht – tragikomisch!

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Mütterchen Russland lässt grüßen / Vol. 2

Im zweiten Teil meiner Russland-Serie möchte ich euch Bücher vorstellen, die sich mit dem Thema Tschernobyl auseinandersetzen. Seit meiner frühesten Kindheit war dies eine historische Katastrophe, die mich unglaublich mitgerissen hat. Vor allem die Tatsache, wie naiv die Verantwortlichen mit dieser Situation umgegangen sind, lässt einen ziemlich nachdenklich werden. Und da sich dieses Desaster nächstes Jahr, genau 30 Jahre her ist, empfinde ich es als um so essentieller sich damit selbst zu konfrontieren. Hier also 3 Bücher, die sich eingehend mit dem Unglück beschäftigen.


1. Swetlana Alexijewitsch – Tschernobyl

Wenn man Lektüre sucht, die einem, eine realistische Vorstellung gibt, was die Menschen rund um des Reaktorunfalls erleiden und erleben mussten, sollte man dieses Buch definitiv lesen. Die Friedensnobelpreisträgerin setzte sich mit unzähligen Augenzeugen zusammen und lässt diese in Monologen über ihre persönlichen Empfindungen und Erfahrungen sprechen. Sei es die Frau eines Feuerwehrmannes, der nach der Explosion des Reaktors, dort aufräumte – versuchte seine Mitmenschen zu retten und das für einen Spottlohn – und danach innerhalb von wenigen Monaten an der Strahlung starb oder aber ein Soldatenchor von Männern, die sich Stolz geben ihrem Land in der Not gedient zu haben. In 38 Abschnitten erzählen sie alle, was sie bedrückt, verängstigt und vor allem was sie nie wirklich verstehen konnten – innerhalb von 48 Stunden ihre Heimat für immer zu verlieren, an etwas das man nicht sehen kann.
Meine Meinung in 3 Worten: echt – ergreifend – belehrend!
 

Piper Verlag: Taschenbuch – 9,99€

 



2. Darragh McKeon – Alles Stehende verdampft

 Dieser Roman verbindet, mehrere Familiengeschichten miteinander, die sich während des Unglücks spontan oder aber auch gewollt über den Weg laufen. Da wäre zum einen der Arzt Gregori, der nach Prybjat geschickt wird, um als führender Experte, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Und seine Exfrau Maria, die in Moskau zusammen mit ihrer Schwester und ihrem hochbegabten Sohn Jewgeni eine Wohnung teilt und für deren überleben jeden Tag kämpfen muss. Zu guter Letzt ist da noch der dreizehnjährige Artjom, der mit seiner Familie 10 km entfernt vom Reaktor wohnt und von heute auf morgen alles verliert was ihm lieb ist. Sie flüchten nach Minsk – ohne seinen Vater – und werden dort wie Aussätzige behandelt. 

„Ihr seid Gift, wisst ihr das nicht? Ihr dürft euch nicht in der Nähe anderer Leute aufhalten.“

Ein sehr eindringliches Buch, das einem, eine wage Vorstellung dessen gibt, wie es zur Zeit der Katastrophe den Menschen ging.
Meine Meinung in 3 Worten: realistisch – tragisch – verwoben!


 

Ullstein Verlag: Hardcover – 22,00€

 




3. Alina Bronsky – Baba Dunja

Nun ein Buch, das die Tragik dieser Geschichte, in den Hintergrund rücken lässt. Die alte Baba Dunja kehrt einige Jahre später mit einigen anderen zurück in ihr altes Dorf, in die Nähe des Reaktorunfalls. Sie sieht gar nicht ein, sich von etwas vertreiben zu lassen, dass sie nicht sehen kann. Humoristisch stellt dieses störrische russische Weib dar, wie sich ihr Alltag gestaltet und wie die Dorfbewohner Tag für Tag das machen, was sie schon vor „Tschernobyl“ getan haben: leben. Die einzige Verbindung zur Außenwelt, sind die Briefe ihrer Tochter aus Deutschland und ihrer Enkelin, die sie noch nie gesehen hat. Und eines Tages geschieht etwas, was Baba Dunjas Alltag aus allen Fugen bricht. Dieser Roman schafft es, vor dem Hintergrund der traurigen Vergangenheit, eine Figur des zähen russischen Mütterchens zum Leben zu erwecken, die Trotz ihrer harten Schale und des harten Lebens, einem ans Herz wächst. Ich persönlich hätte Baba Dunja gerne Mal getroffen.

Meine Meinung in 3 Worten: humoristisch – störrisch – erfrischend!



 

KiWi: Hardcover – 16,00€

 

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Kriminelles Oderland

Kommissar Voss ist zurück. Und diesmal verschlägt es ihn nach Polen. 



Er fährt mit seiner polnischen Freundin Maria in ihre Heimat, um dort eine Hochzeit ihrer Freunde zu feiern. Am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Nun ja, nicht ganz. Einige Hochzeitsgäste haben gesehen, dass sie entführt wurde und Voss versucht alles, um sie wieder zu finden. Nur möchte er das Ganze inoffiziell halten, denn eine Sache macht ihn nervös: er findet in ihrem Hotelzimmer eine Waffe. Ab da an fangen die Zweifel an, die ihn allmählich immer mehr heimsuchen.
Doch das Ganze entwickelt sich in eine noch schwierigere Angelegenheit, denn ein paar 100 Kilometer westlich, in Deutschland, wird ein IT-Experte tot aufgefunden. Die Umstände sind unklar, doch nach und nach wird klar, dass sich Marias verschwinden und der Tod des Computergenies, zusammenhängen. Die Frage ist: Wie? Tag für Tag pendelt unser Portagonist nun zwischen den Grenzen um, beide Fälle zu lösen – was sich als ziemlicher wacklige Balanceakt zwischen Legalität und Verbrechen erweist und stark an seinen Nerven zerrt.

     

KiWi: Klappenbroschur – 14,99€

Ich wartete seit der Leipziger Buchmesse auf den zweiten Kriminalroman von Maxim Leo, denn der Erste hatte mich schon umgehauen, darum waren die Erwartungen an den Zweiten mindestens genauso hoch. 
Und ich würde nicht enttäuscht
Der zweite Fall reißt einen mit in die kriminellen Machenschaften zwischen uns und unserem östlichen Nachbarland. Was das besondere daran ist? 
Herr Leo schafft es eine eine Atmosphäre zu erzeugen, die seines gleichen vergeblich sucht. Die Beschreibungen der Landschaft wirken auf mich so realitisch, dass ich nur die Augen schließen bräuchte und ich sie mir eins zu eins vorstellen kann ( was aber nicht daran liegt das ich circa 100 km weit weg vom Handlungsort wohne ). Zudem webt er indirekt die Geschichte der Oder in den Roman hinein und erzählt von einem Fluss der leider mit der Zeit immer mehr an Bedeutung verloren hat. Und zu guter Letzt das Sahnehäubchen: der Humor. Es sind auf keinen Fall flache Witze, die er in die Handlung streut, eher alltägliche Dinge, die wir mürrische Brandenburger in seinem Trott gar nicht sieht. Hier 2 ausgewählte Beispiele:

„Vielleicht, denkt Voss, ist Brandenburg überall dort, wo mehr Tiere als Menschen leben.“ 


“ Zossner war großer Fontane-Kenner, wobei man sagen muss, dass es in der Mark Brandenburg kaum jemanden gibt, der Fontane nicht kennt.“ 

Eventuell wird nicht jeder, diese Sätze als besonders humorvoll empfinden. Ein Brandenburger aber umso mehr.

Alles in allem ist dieser Kriminalroman für mich, wieder einmal, ein Fest gewesen und ich hoffe das weitere folgen werden.
Meine Meinung in 3 Worten: heimatlich – ironisch – spannend!

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Alles nur ein böser Alptraum?

Vor einigen Wochen kam Michel Bussis neuer Roman “ Die Frau mit dem roten Schal“ raus. Und dieser werte Herr hat es mir angetan. Schon sein Debütroman Das Mädchen mit den blauen Augen mich in seinen Bann. Er hat die Begabung, Geschichten zu schreiben, die so spannend sind das man sie nicht aus der Hand zu legen. Also war es klar das ich auch dieses Buch lesen muss.

Jamal macht Urlaub an der Küste der Normandie. Er läuft für sein Leben gern, auch wenn er nur noch ein Bein hat und somit eine Prothese braucht.

Und so läuft er jeden Morgen seine Runden und da sieht er sie. Die wahrscheinlich schönste Frau die er je gesehen hat. Sie hat zerrissene Kleider und es scheint als wolle sie gleich von der Klippe springen. Mit müh und Not will er sie mithilfe eines roten Schals retten, doch sie springt.

Was dann im weiteren Verlauf des Romans geschieht, hat Bussi auf sehr authentische und emotionale Art und Weise beschrieben: Alles deutet darauf hin das Jamal der Schuldige ist. Er ist der einzige Zeuge der sie springen sah. 

  

Also bleibt ihm nichts anderes übrig, als auf eigene Faust in dieser Sache zu ermitteln. Dabei stößt er selbst an seine Grenzen des Verstandes und irgendwann weiß er selbst nicht mehr was er getan hat und was nicht.

Ein wirklich tolles Buch zum zwischendurch lesen!
Zwar ist es kein hochliterarisches Werk, doch die Spannung spitzt sich immer mehr zu und nach einem Kapitel kann man das Buch nicht weglegen, weil man wissen will wie es weiter geht. 
Meine Meinung in 3 Worten: spannend – emotional – rasant!

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12 mal Liebeskummer

„In zwölf Tagen kommt er: Jakob. Er hat Juli von heute auf morgen verlassen. Was blieb sind tiefe Wunden, die nur schwer heilen.“

So könnte man den Inhalt von Astrid Rosenfelds neuen Roman „Zwölf Mal  Juli“ kurz zusammenfassen. Aber dieses Buch ist viel mehr. In 12 Kapiteln trifft die Protagonistin auf verschiedene Personen – zum Beispiel den Polizisten, den Vater, den Fremden – und immer wieder versucht sie sich zu erklären, auf eine sehr skurrile Art und Weise. Das „Warum?“ steht dabei eindeutig im Vordergrund. 

Man merkt Juli an das sie tief verletzt ist und nicht weiß wie sie damit umgehen soll, dass ER wiederkommt.  Schon wie in ihren vorangegangen Büchern, gelingt es Frau Rosenfeld eine schillernde Persöhnlichkeit zu erschaffen, die zwar aus dem Rahmen fällt und doch irgendwie ein Teil von uns allen ist.

 

Diogenes Verlag: Hardcover – 20,00€

 
Dieses kurze, aber dennoch intensive Buch, zeigt einem das Gefühl, dass schon jeder einmal hatte: Liebeskummer. Und was tut man in solch einer Situation? Es aufgegeben, weiterversuchen, sich dagegen zu wehren, es zulassen? Das ist eine Frage die jeder für sich selbst beantworten muss. Juli tut dies ganz auf ihre Art und Weise.
Meine Meinung in 3 Worten: skurril – traurig – aufmunternd! 

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