Eine Geschichte vom Leiden

Da ich ja schon Joey Goebels neustes Buch “ Ich gegen Osborne“ gelesen habe, raffte ich mich natürlich dazu auf, auch ein anderes Werk von ihm zu verspeisen.

Ich Griff, auf Empfehlung, zu „Vincent“.

In diesem Roman setzt sich der todkranke Foster Lipowitz, der reichsten Medientycoon der Welt, zum Ziel die Gesellschaft wieder zu intelligenten Lebewesen zu formieren, da Fernsehen, Zeitung und Radio sich anscheind sehr schlecht auf die Menschheit ausgewirkt haben ( Haha, welch Ironie! ).

Diogenes: Taschenbuch – 9,99 €

Plan ist es einen Künstler der alten Schule zu schaffen und ein wahrer Künstler hat seine kreativsten Phasen, wenn er leidet. Es wird eine Schule gegründet und nach potenziellen Schülern gesucht.

Hier bewirbt sich, auf anraten seiner Mutter, der 7-jährigeVincent mit den 2 einfachen Zeilen:

“ Ich schreibe, weil ich bleibe. “

Schnell wird klar, das Vincent, der Überflieger ist den sie suchen:

– die Mutter, völlig auf sich selbstfixiert, wechselt ihr Männer wie Unterwäsche und zeugt im Laufe ihres Lebens 6 Kinder

– seine Aura wirkt mehr als bedrückt, er hat soetwas wie die “ große Traurigkeit “ schon in sich und schreibt hervorrangende Texte

Um Vincent zu fördern, wird ihm ein „Motivator“ zur Seite gestellt,  Harlan Eiffler, der im Laufe Geschichte sein Ziehvater wird. Eifflers Aufgabe ist grundlegend dafür zu sorgen das Vincent schreibt. Und sollte ihn die Motivation verlassen muss man zu anderen Mitteln greifen wie z.B.: seinen Hund umbringen, seine Beziehungen kaputt machen oder ihm weiß machen er habe Tuberkulose.

Eine perfide Idee, doch sie funktioniert und Vincents Werke sind jedes mal ein Welterfolg.

Doch natürlich kommt irgendwann auch der Tag an dem alles auffliegt..

Doch ich will ja nicht zu viel verraten 😉

Mit Abstand betrachtet, ist dieses Buch mal etwas ganz anderes.

Man leidet mit Vincent mit, der nichts von dem Ganzen ahnt.

Unterschwellig nimmt man natürlich auch die Kritik an der heutigen Welt an. (Kein Wunder bei dem Mist den RTL kreiert!) Dieses Buch kann ich jedem ans Herz legen. Das Thema ist einfach herzzerreißend und gleichzeitig erfrischend spannend.

Meine Meinung in 3 Worten: gefühlvoll, ironisch, leidend.

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Eingeordnet unter Buchfetisch

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