Von Huren, Götter & der alltäglichen Emanzipation

Ist es Trash, Kunst, oder einfach nur eine witzige Art und Weise sich mit dem ernsthaften Thema, der modernen Weiblichkeit, auseinander zu setzen?

In Laura Gustafssons Buch „Die Hure“,  sprudelt es nur so über vor lauter Metaphern, Übertreibungen und Mystik. Auf dem Buchumschlag steht zu Erklärung, dass es sich bei dieser Geschichte um das literarische Äquivalent zu „Kill Bill“ handelt. Aber das ist ja schon fast untertrieben. „Die Hure“ ist noch 1000 mal unrealistischer, brutaler und verrückter, als Quentin Tarantino es jemals darstellen könnte.

In dem Roman geht es grundlegend um 2 junge Frauen, die durch die harte Realität, ihre Jobs verlieren und sich prostituieren, sich sogar selbstständig machen. Doch der Kampf gegen den Chauvinismus ist hart.

Heyne: Klappenbroschur – 14,99 €

Das verwirrende ist, das im Verlauf der Geschichte immer wieder griechische Götter auftauchen, die anscheinend die gleichen Probleme haben wie ihre menschlichen Genossen ( Aphrodite, Achilles, Athene, Zeus, etc.) und man verliert auch schnell den Faden, der Story weil man nicht genau weiß wo man sich jetzt befindet. Auf der Welt oder im Götterhimmel? Oder doch in der Hölle? Andrerseits ist es gar nicht so wichtig, dem Geschichtsverlauf folgen zu können, wohl eher sollte man sein Augenmerk auf die vor Ironie, Sarkasmus und Männerhass strotzenden Passagen achten, die das Ganze hochamüsant gestalten.

Ihr wollt geballte Frauenpower gepaart mit reichlich viel Phantasie und Übertreibung?

Hier habt ihr den perfekten Prototypen!

Meine Meinung in 3 Worten: surreal, emanzipiert, lustig.

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Eingeordnet unter Buchfetisch

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