Und was denkst du so? (Vol. 2)

Weibliche Emanzipation – Segen & Fluch

Ein wundervoller Artikel von Astrid Herbold (Das Magazin / „Suche Augenkontakt“), sprang mir da gestern entgegen. Thema ist der alltägliche Sexismus & ob er denn überhaupt existiert und wie wir Frauen damit umgehen (die meisten zumindest). Einige Textstelle sind einfach nur wunderbar, so dass ich diese euch wiedergeben möchte.

„Klar haben wir emanzipatorische Sorgen: die Kinder, die Karriere, die verdammte Vereinbarkeit Selbstverwirklichung vs. Spülmaschine, schmusiges Weibchen vs. taffe Buisnessbitch, Rollenbildharakiri, das alte Lied halt. Aber sind wirklich die pfeifenden Bauarbeiter unser Problem? Die schlüpfrigen Chefs? Die subtil zudringlichen Kollegen? 

Wo sollen die alle sein? 

Ich fühle mich notorisch ‚unterbelästigt‘.“

Um gleich den kreischenden Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen – NEIN, das bedeutet nicht, dass wir Frauen den ganzen lieben, langen Tag begrabscht werden wollen oder darauf stehen wenn Typen mit ihrem arroganten  Machogehabe brillieren.

Es geht um Aufmerksamkeit und Achtung der Weiblichkeit, die heutzutage fast nur noch bei einer aussterbenden Art von männlichen Mitbürgern Bestand hat:

„Es gibt unter den 70- und 80-jährigen noch einige, die diese Kunst beherrschen. Männer die galant sind, ohne schmierig zu sein. Die Komplimente machen können, in denen Hochachtung und Wertschätzung nachschwingen. Bei denen eine Frau sich klug und schön fühlt. Was ist denn daran so schwer?“

Ja, was ist daran so schwer?

Ich habe mich damit abgefunden, das Männer lieber Cappies statt einen Hut tragen, dass Anzüge out und Picaldi-Jeans in. Aber könnt ihr denn nicht trotzdem wie schon Rhett Butler – bzw. Clark Gable – „Im Winde verweht“, der Frauenwelt den Kopf verdrehen, ohne obzön oder schmierig zu wirken?

Und welch Ironie: Heute morgen hörte ich im Radio, dass Pharrell Williams sein neues Album rausgebracht hat. Der Titel lautet „G I R L“und ist dem weiblichen Geschlecht gewidmet. Einer seiner Begründungen geht mir nicht mehr aus dem Kopf:

„.. man(n) sollte bedenken, dass es immer eine Mutter geben muss um ein Kind zur Welt zu bringen.“

Wie wahr mein lieber..

Und was denkst du so?



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