Der Tod lauert unter Jägern…

Laut einer Umfrage, sind deutsche Krimis bzw. vor allem Regionalkrimis gefragter denn je.

Rita Falk, Klüpf & Kobr, Klaus-Peter Wolf lassen grüßen! Ich für meinen Teil, hatte nie wirklich Interesse an diesen Bücher, da ich doch eher zu blutig-bösen Krimis tendiere. Aber hey, wer nicht wagt der nicht gewinnt! Also wagte ich mich an Maxim Leos „Waidmannstod“ heran.

Leo, der sonst für die Berliner Zeitung schreibt und mit seinem Buch „Haltet euer Herz bereit“ große Erfolge feierte, hat mit diesem Buch seinen ersten Kriminalroman geschrieben.

Im Mittelpunkt steht der Ermittler Daniel Voss. Er kommt aus dem kleinen Dorf Sternekorp in der Mark Brandenburg, das 20 Minuten von Bad Freienwalde entfernt ist. Nachdem sein Vater gestorben ist, verlässt er Stuttgart und kehrt in seine alte Heimat zurück um seine kranke Mutter zu pflegen. Ein radikaler Bruch, wenn man allein bedenkt in welchem Verhältnis die Einwohnerzahlen der beiden Orte stehen.

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Es ist Herbst, die Jagdsaison hat begonnen und Voss bekommt seinen ersten Fall.

Der 64-jährige Harry Probst wird, inmitten der Jagd, im Sternekorper Forst erschossen.

Über 20 Jäger stehen im Verdacht, dazu kommt ein verrückter Fledermausschützer und diverse Umweltaktivisten, denn Probst besaß ein riesiges Waldstück ,dass er einer Firma für Windkraftanlagen verkaufen wollte.

Voss geht dem Rätsel auf die Spur und findet sich in den Wäldern wieder in denen er schon als kleiner Junge herumgetollt ist und trifft Menschen die er vor Jahrzehnten das letzte Mal gesehen hat.

Aber dieser Mord war natürlich nicht der Einzige..

Und so beginnt die Jagd nach einem Mörder, der sich anscheinend genauso gut auskennt wie Voss.

Ein unglaublich authentischer Krimi, der den Charme der Brandenburger auf belustigende Art und Weise auffängt, dass man sich selber darin wieder findet – solange man doch selber Brandenburger ist bzw. diese spezielle Art Mensch kennt.

„Der Märker, denkt Voss, hat kein Geld, keine Leichtigkeit, keine Eleganz. Dafür steht er mit beiden Beinen fest auf der Erde und verfügt über einen großen Vorrat an Skepsis, eigentlich allem gegenüber.“

Maxim Leo kann dank seiner eigenen Herkunft und Ortskenntnisse, eine wundervolle Atmosphäre schaffen und die märkischen Wälder mit einen guten Auge fürs Detail beschreiben.

Für Brandenburger ein wunderbares Buch, um sich und seine Umgebung wiederzuerkennen.

Ja, es hat auch bei mir viel Gänsehaut und Heimatliebe erzeugt!

Und da es nur der Auftakt einer Reihe ist, können wir uns alle sehr bald auf eine Fortsetzung freuen.

Zwar kein rasend-spannendes Buch, aber dafür mit viel Liebe geschrieben, so dass man sich gemütlich auf der Couch einkuscheln kann, um bei Kerzenschein das Buch lesen.

Meine Meinung in 3 Worten: märkisch – regional – tödlich

Also dann,

Waidmanns heil!






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