Neue Lyrik von mir

Wolf & Mädchen

Viele liegt verborgen – im Dunkeln
Vergraben, verschüttet, unter Laub geschichtet
Vom Baum der Erinnerung
Im Wald der vergessenen Schätze
Von niemandem gesichtet

Wo will das rotköpfige Mädchen hin
Weiß sie denn nicht wer dort lauert
Er nimmt die Witterung auf
Die Mutter zu Hause trauert

Sirenen schreien – Tränen fallen
Riesige Blutlachen strecken ihre Arme aus
Die Justiz ist ratlos
Stumme Blicke
Wie konnte er sich das Mädchen schnappen
Bisspuren, Stofffetzen
Zerrissen von Krallen

Lichtstrahlen erhellen den Hain
Knorrige Äste versperren den Weg
Es ist zu spät denken viele
Doch sagen tut es niemand
Allein mit dieser Bestie im Wald
In dem sich nichts regt

Tage vergehen
Ja Stunden und Wochen
Und es ist gestorben was niemals sterben darf
Die Hoffnung
Durch das Schwert der Verzweiflung gebrochen

Doch leuchtet ein schwaches Licht
Durchs dunkle Geäst
Es tanzt und winkt Wegsuchenden zu
Und nur die Mutigsten trauen sich näher heran
Der Waldboden ächzt

Dort sind die Beiden
Eng umschlugen
Fernab von der grauen Realität
Einsamer Wolf trifft kleines Mädchen
Gemeinsam einsam
So heiß wie kalt
Wissen von der Wahrheit die sonst niemand erspäht

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Eingeordnet unter Denkinhalt

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