Mädchen spielen gerne.

Ich erinnere mich an eine Zeit in der das andere Geschlecht merklich interessanter wurde für mich. Der Balztanz war damit eröffnet. Haare mussten gestylt werden, das Gesicht geschminkt und ab und zu musste man sich mal heimlich Sachen von Mama leihen, weil einem die eigenen zu kindlich waren.

So ergeht es der pubertären sechzehnjährigen Lena Maybach, aus dem ersten Band der Trilogie „Die Maybachs – Mädchenspiele“. Sie wohnt mit ihrer wohlhabenbenden Familie in Köln und kämpft Tag für Tag mit ihren Speckröllchen und ihrer dominanten Mutter. Geschrieben hat das Annegrit Arens, die selbst in Köln aufgewachsen ist und mit diesem Buch teilautobiografisch versucht das wilde Leben in den 60er darzustellen.

edition fredebold: eBook – 9,99€

  

Der mir bis dahin unbekannte Verlag „edition fredebold“ fragte vor einigen Wochen an, ob ich Lust hätte dieses Buch zu rezensieren – wobei vor allem ein Adjektiv meine Aufmerksamkeit erhaschte: frivol. Da kam bei mir die Frage auf: Shades-of-Grey-mäßig oder wie? Und komme ich damit klar das der Erzählort so weit weg von meiner Heimat ist? Wird mich der Witz verwirren weil er einer anderen deutschen Mundart entspricht?

Nein, nein und nein. Entgegengesetzt meiner Bedenken, stellte sich das Buch als toller Unterhaltungsroman heraus. Zwar der komplette Gegensatz zu hochtrabender Literatur, aber dafür Insel der Erholung, wenn geistige Aktivitäten einen zu sehr auslaugen. Ich habe mich sehr gefreut dieses Buch zu lesen, konnte ich doch nachvollziehen was die kleine Lena da erlebt, wenn sie versucht Freunde zu finden, ihrem Schwarm zu gefallen und dem Schoße des trauten Heimes zu entfliehen. Arens schreibt auf leicht verständliche Art was es heißt eine Frau zu werden. 

Einen Wermutstropfen gibt es aber leider. Das Buch ist leider nur als Ebook erhältlich, somit geht das an all die von euch die einen Ereader besitzen: Ich kann euch dieses Buch wärmstens empfehlen, wenn ihr auf der Suche nach einem Buch seid das euch auf charmante Art und Weise urkölnisch unterhält.

Hier noch mal vielen Dank an den Verlag für das Zusenden.

Meine Meinung in 3 Worten: frivol – mädchenhaft – kölnisch

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Eingeordnet unter Buchfetisch

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