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12 mal Liebeskummer

„In zwölf Tagen kommt er: Jakob. Er hat Juli von heute auf morgen verlassen. Was blieb sind tiefe Wunden, die nur schwer heilen.“

So könnte man den Inhalt von Astrid Rosenfelds neuen Roman „Zwölf Mal  Juli“ kurz zusammenfassen. Aber dieses Buch ist viel mehr. In 12 Kapiteln trifft die Protagonistin auf verschiedene Personen – zum Beispiel den Polizisten, den Vater, den Fremden – und immer wieder versucht sie sich zu erklären, auf eine sehr skurrile Art und Weise. Das „Warum?“ steht dabei eindeutig im Vordergrund. 

Man merkt Juli an das sie tief verletzt ist und nicht weiß wie sie damit umgehen soll, dass ER wiederkommt.  Schon wie in ihren vorangegangen Büchern, gelingt es Frau Rosenfeld eine schillernde Persöhnlichkeit zu erschaffen, die zwar aus dem Rahmen fällt und doch irgendwie ein Teil von uns allen ist.

 

Diogenes Verlag: Hardcover – 20,00€

 
Dieses kurze, aber dennoch intensive Buch, zeigt einem das Gefühl, dass schon jeder einmal hatte: Liebeskummer. Und was tut man in solch einer Situation? Es aufgegeben, weiterversuchen, sich dagegen zu wehren, es zulassen? Das ist eine Frage die jeder für sich selbst beantworten muss. Juli tut dies ganz auf ihre Art und Weise.
Meine Meinung in 3 Worten: skurril – traurig – aufmunternd! 

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Grundlegende Fragen

Als Buchhändler bekommt man gewisse Fragen ziemlich oft gestellt z.B.: Was liest du? Wieviel liest du? Und für mich persönlich, die schwierigste Frage: Wer ist dein Lieblingsautor?

Nach fast 3 Jahren Ausbildung habe ich immer wieder versucht die Frage zu umgehen, da ich meine Interessen gerne weit streue und mich ungern festlege. Aber eigentlich war die Frage gar nicht so schwer. Ich musste nur zufällig auf ein Buch stoßen..

Die Rede ist von Dennis Lehane.
Das erste Buch von ihm, welches mir in die Hände fiel, war „In der Nacht“ vom Diogenes Verlag. Warum ich es dann gelesen habe? Auf dem Buch war ein Sticker auf dem Stand: „Autor der Filme ‚Mystic River‘ und ‚Shutter Island'“
„Shutter Island“ ?! Einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
Also war es für mich ein MUSS herauszufinden, wer dieser Dennis Lehane ist und wie er schreibt.

Zu „In der Nacht“ findet ihr hier,auf meinem Blog, eine Rezension
(https://meinungskonsum.wordpress.com/2014/11/29/und-alles-nur-wegen-den-frauen/).
Ich war sofort hin und weg. Also besorgte ich mir daraufhin „Shutter Island“.
Buch und Film gleichen sich auf so unglaubliche Weise, dass mir mein Gespür sagte: „Du brauchst mehr von diesem Autor.“
Und so begann die Sucht..

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Auf dem Foto seht ihr meine Lehane-Sammlung.
Ich brauche noch 3 Titel, dann ist sie komplett.

Wichtig ist zu erwähnen, dass er mit einer Kriminalreihe seine Karriere begann. Danach wendete er sich dem gesellschaftlichem Thriller zu.
Er schreibt über die „kleinen“ Leute, die Mafia, dem schnellen Aufstieg und dem tiefen Fall. Den Psychosen, den unglückseligen Zufällen und die Bedeutung der Liebe.

Seine Schreibweise hat etwas beschwörendes. Man kann sich alles ganz genau vorstellen. Er ist detailliert ohne große Umschweife zu machen. Er ist sachlich ohne gefühlskalt zu wirken. Man fühlt sich wie ein stiller Beobachter oder ein Besucher im Kino, der dem Film gespannt verfolgt.
Ich hatte ein Gespräch mit einer Klassenkameradin, aus meiner Berufsschulklasse. Ich habe ihr Lehane wärmstens empfohlen und sie kam zur selben Schlussfolgerung wie ich: er konstruiert seine Geschichten als wäre er ein Drehbuchautor. Er benötigt dafür keine langanhaltende Spannung oder übermäßige Brutalität. Die Atmosphäre die er schafft saugt einen förmlich ein. Man ist mittendrin im Geschehen.

Geboren in Boston, spielen auch seine Romane fast immer dort.
Daraufhin begann für mich eine bis heute andauernde Recherche über Boston. Einer Stadt der ich niemals soviel Wandelbarkeit zugetraut hätte.

Interessant zu wissen, ist auch, dass er die Geschichten seiner Bücher immer wieder in anderen Büchern aufflackern lässt.
Einem süchtigen Fan wie mir, fielen diese kleinen Details auf, wenn er am Anfang zum Beispiel erwähnt, dass dort im Park doch mal ein Mord begangen wurde ( was im Grunde genommen nur die Handlung eines anderen Romanes war ).

Doch ich will nicht weiter mit vielen Worten um mich schmeißen.
Ich kann ihn euch nur empfehlen, sowie das „Darauf-folgende-anschauen-der-Filme“.

Meine Meinung in 3 Worten: Gut – Besser – Lehane!

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Diogenesiert!

Gestern war es soweit! 

Ich durfte meinen Vortrag, über den Diogenes Verlag, in der Berufsschule halten. Die Note steht zwar noch nicht fest, aber ich bin davon überzeugt, dass es für mich und meine Mitschüler interessant war ( Rededauer: 45 Minuten anstatt der vorgegebenen 20 Minuten ). Dies nehme ich heute zum Anlass euch  3 aktuelle Bücher von Diogenes vorzustellen, in der Hoffnung das ihr genau so Feuer fangt wie ich es getan habe. Es sei nämlich hervorzuheben, dass der Verlag eine ungeheuer-einzigartige Tradition und Zielsetzung hat, was das Verlegen von Büchern betrifft.

Also.. lasst euch auch „diogenesieren“! 🙂

Martin Suter – Der Koch

Der Autor, ist einer der Autoren, wenn es darum geht schnell zu schreiben.

Einmal in Jahr kommt mindestens ein neues Buch heraus und ich muss zu meiner Schande gestehen nie eines gelesen zu haben. Bis ich eines Tages „Der Koch“ in der Hand hielt und mir dachte „Wieso eigentlich nicht?“..

In dem Buch dreht es sich um den tamilischen Asylbewerber Maravan, der in einem Züricher Sternelokal als Küchenhilfe arbeitet. Was keiner weiß: er kann unglaublich gut kochen. Und das macht er dann auch – für seine Arbeitskollegin Andrea. Die ist so verzückt, dass sie ihm ein Angebot macht, dass er nicht ausschlagen kann. Sie eröffnen einen Catering für Liebespaare, der sich zur Aufgabe macht die Paare wieder näher zusammenzuführen. Von dem Geld kann Maravan leben und auch seine in Sri Lanka lebende Familie unterstützen. Doch er ahnt nicht, welche Ausmaße seine Kochkünste noch anrichten werden…

Suter beschreibt in diesem Buch detailliert über die Kochkünste Maravans, dass man am liebsten selbst anfangen möchte zu kochen. Ich, für meinen Teil, habe jedes Mal Hunger bekommen und als nettes Detail enthält der Roman am Ende die komplette Rezeptliste aller Menüs.

Auch ist hervorzuheben das Martin Suter mit einem ungeheuerlichen Geschick, die zu der Zeit (2009), aktuellen Geschehnisse wieder aufleuchten lässt ( Wirtschaftskrise, Naturkatastrophen etc.. ) was dem Roman zu einem gelungenen Spiegel der Gegenwart macht und die Welt der Politik und Wirtschaft satirisch betrachtet.

Guten Hunger beim Lesen!

PS: Der Film zum Buch läuft gerade im Kino!

Diogenes: Taschenbuch – 10,90 €

Solomonica de Winter – Die Geschichte von Blue

Die Autorin ist gerade einmal 16 Jahre alt. Aber sie hat es geschafft einen unglaublich persönlichen Roman zu schreiben indem es um Trauer, Liebe, Phantasie und Wut geht.

„Mein Name ist Blue. Nicht blau wie Blaubeeren und nicht blau wie Nagellack. Sondern blau wie salzige Tränen (…) Hören Sie sich die Geschichte an von dem dreizehnjährigen Mädchen das einen Mann tötet. Und eine Frau.“


Blue hat aufgehört zu Reden seit ihr Vater gestorben ist. Ihre Mutter hat mich sich selbst zu tun und schafft es nicht ihre Tochter zu trösten. Blue hört auch sonst auf am normalen Leben teil zu nehmen. Sie liest das Lieblingsbuch ihre Vaters: „Der Zauberer von Oz“. Immer und immer wieder von vorn, sei es in der Schule, im Bus oder zu Hause. Sie flüchtet regelrecht in die Geschichte.

Bis sie eines Tages einen Mann der trifft, dem die Geschichte genauso gut gefällt.. und ab da an, geht alles bergab.

Eine berührende Geschichte, die uns vor Augen hält wie traumatisierend manche Dinge für den Menschen sind ( vor allem deswegen weil Blue selber diejenige ist, die ihre eigene Geschichte erzählt). Und das so ein junger Mensch wie Blue vor allem eines braucht: eine fürsorgliche Mutter.

Diogenes: Klappenbroschur – 14,90 €

Paulo Coelho – Untreue

Ich kenne wenige Autoren die ernste Themen, wie z.b. Untreue, so gut beschreiben und vor allem aus einem anderen Blickwinkel betrachten können. Da er einer meine Lieblingsautoren ist, war ich mehr als gespannt auf sein neustes Buch, dass schon in der Vorschau sehr brisant wirkte.

Linda ist 30 Jahre alt und hat eigentlich alles, was einen glücklich macht: Geld, einen fürsorglichen Mann, Kinder und einen gut bezahlten Job. Doch trotzdem nagt etwas an ihr etwas. Sie fühlt sich apathisch, leer, zu nichts Sinnvollem fähig. Bis sie auf einen Jugendfreund trifft und eine verhängnisvolle Affäre mit ihm beginnt..

Dieser Roman ist, wie schon anfangs erwähnt, so geschrieben dass man sich in die Rolle des „Fremdgehers“ hineinversetzen kann. Was treibt einen Menschen dazu es zu tun? Und wie geht er damit um? Was passiert danach?

Das Ganze wäre natürlich kein Coelho-Roman, wenn er nicht voller schöner Metaphern und Sinnsprüchen ist, die man sich zu Herzen nehmen sollte. Und brisanter Szenen, die die dunklen Abgründe eines jeden Menschen darstellen. Wenn er es nur zugibt.

Diogenes: Hardcover – 19,90 €

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Und alles nur wegen den Frauen!

Oh ja, die Frauen sind immer Schuld! Das sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Das habe ich zumindest bei meinen letzten zwei Büchern festgestellt.

Gelesen wurde von mir zu erst der aktuelle Gangsterepos „In der Nacht“ von „Shutter Island“ – Autor Dennis Lehane.

Ein unglaublich gutes Buch, das den Aufstieg des kleinen Ganoven Joe Coughlin während der amerikanischen Prohibition darstellt. ( Zur Info: Prohibition = Verbot von Herstellung, Verkauf und Konsum von Alkohol / 1917 ) Coughlin wächst in Boston als Sohn eines hohen Tieres der Polizei auf, doch schnell wird ihm klar das er lieber auf der anderen Seite agiert, nämlich in der Nacht. Dieser Roman hat mich unglaublich berauscht, da man sich sehr gut in die Zeit hinein versetzen kann.

Man fühlt sich zurück versetzt in die Zeit der Mafia, des Al Capone, Bonnie und Clyde.

Lehane

Diogenes: Hardcover – 22,90 € Taschenbuch – 12,90 €

Und um noch mal einen Bezug zu meiner Überschrift zu bilden – Schuld an seinem Aufstieg, zu einem der größten Rum-Schmuggler seiner Zeit zu werden, sind zwei Frauen. Das heißt aber noch lange nicht, das Liebe in diesem Buch dominiert, aber sie spielt leise im Hintergrund und zeigt uns warum Männer manchmal handeln, wie sie handeln.

Bitte lest es selbst, ich war mehr als beeindruckt!

Als zweites las ich dann gleich im Anschluss, ein Buch das im Jahre 1946 geschrieben und  veröffentlicht wurde. Autor ist James M. Cain und der Titel lautet „Es begann an Sacramento“.

Hier geht es wieder um den jungen Roger Duval, der sich hoffnunglos in die schöne Morina verliebt.

Auch dieser Roman spielt in Amerika, aber diesmal im Jahre 1840 und im „Wilden Westen“, bzw. dort wo man in Minen das Gold schürft.

Dieses Buch ist eindeutig schwieriger zu lesen, da man der Sprache anmerkt das sie aus einer anderen Zeit kommt, aber trotz allem war es sehr lesenswert. Wie schon anfangs gesagt, verliebt sich der Protagonist in Morina und unternimmt alles was in seiner Macht steht um ihr zu imponieren und gerät dadurch auf die schiefe Bahn – wie er mehrmals selber feststellt:

“ Wie ein mexikanischer Cowboy kleidest du dich in schwarzen Samt, blonde Locken fallen auf deinen Kragen, und du liebst diese Hure, die nicht einmal den Schuß Pulver wert ist, den man brauchen würde, um sie in die Hölle zu jagen.“

Schlussendlich kann man sagen, das Frauen die schwarze Seite der Männer herraufbeschwören und aus jedem guten Mann einen Gangster machen können.

Also Vorsicht 😉

Meine Meinung in 3 Worten: Liebe, Gewalt, 30er Jahre.

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Kurz Knapp und Knackig

Ich hab mir überlegt, eine neue Serie zu starten.

Und da langatmige Rezensionen, mich persönlich anöden, werde ich nun dazu übergehen und euch so kurz und prägnant wie möglich einige Bücher vorzustellen.

Hat für mich den Vorteil schneller auf den Punkt zu kommen und für euch einen schnelleren Überblick zu haben. Also auf geht’s!

1. Gillian Flynn – Gone Girl

Mega gehyptes Buch. Ein Kinofilm läuft dazu im Kino ( mit Reese Whiterspoon ). Angenehmes und vor allem spannendes Lesen! Ehefrau verschwindet – Ehemann gerät unter Verdacht – will das Gegenteil beweisen… Intrigen, Lügen, Liebe Ernüchternes Ende – War am Ende echt enttäuscht, aber ansonsten ein wirklich spannender Roman!

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Fischer: Taschenbuch – 9,99 €

2. Clemens Meyer – Im Stein

Steht auf der Nominierungsliste der Deutschen Buchpreises 2013.  Dies war euch mein Ansporn es zu lesen. Ergebnis: Bin keine 100 Seiten weit gekommen. Extrem gedanklich, poetisch, metaphorisch. Wer was von anspruchsvoller Literatur a la  James Joyce hält, liest es bitte. Mir war’s einfach zu viel – zu viel Gedankenstrom!

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Fischer: Taschenbuch – 10,99 €

3. Gabriel Roth – Gleichung einer Unbekannten

Eric ist ein Nerd. Ein Nerd mit viel Geld. Und alles was er sucht, ist die perfekte Frau an seiner Seite. Und die findet er auch. Aber irgendetwas stört ihn. Und irgendetwas hat auch mich gestört als ich das Buch gelesen hab. Denn ich hab irgendwann der Anschluss bzw. Überblick verloren, denn Buchinhalt und Klappentext, sprechen zwei völlig unterschiedliche Sachen. Hab’s trotz alle dessem zu Ende gelesen. Shit happens!

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Diogenes: Klappenbroschur – 14,90 €

4. Dan Brown – Inferno

3 Worte: Robert Langdon – Geheimnisse – Spannung

Ja der gute Mr. Brown hat da ganze Arbeit geleistet. Das Buch hat mich von Anfang an aufgesaugt und mit nach Florenz, Venedig und Istanbul genommen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Würde man die Thrillerstellen rausschneiden, hätte man perfekte Reiseführer! Dazu dann noch die nervenzerreißende Verfolgung und die geheimnisvolle Schnitzeljagd durch die europäische Literaturgeschichte, runden das ganze vollkommen ab. Wer Geschichte mag, gern Thriller liest und gern auf Reisen geht, für den ist das genau das richtige.

Es gibt übrigens, derzeit eine illustrierte Ausgabe des Buches. Sehr empfehlenswert für alle Fans, da alle Schauplätze mit Fotos festgehalten und die Künstler und ihre Werke auch abgebildet sind

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Bastei Lübbe: Taschenbuch – 9,99 €

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Eine Geschichte vom Leiden

Da ich ja schon Joey Goebels neustes Buch “ Ich gegen Osborne“ gelesen habe, raffte ich mich natürlich dazu auf, auch ein anderes Werk von ihm zu verspeisen.

Ich Griff, auf Empfehlung, zu „Vincent“.

In diesem Roman setzt sich der todkranke Foster Lipowitz, der reichsten Medientycoon der Welt, zum Ziel die Gesellschaft wieder zu intelligenten Lebewesen zu formieren, da Fernsehen, Zeitung und Radio sich anscheind sehr schlecht auf die Menschheit ausgewirkt haben ( Haha, welch Ironie! ).

Diogenes: Taschenbuch – 9,99 €

Plan ist es einen Künstler der alten Schule zu schaffen und ein wahrer Künstler hat seine kreativsten Phasen, wenn er leidet. Es wird eine Schule gegründet und nach potenziellen Schülern gesucht.

Hier bewirbt sich, auf anraten seiner Mutter, der 7-jährigeVincent mit den 2 einfachen Zeilen:

“ Ich schreibe, weil ich bleibe. “

Schnell wird klar, das Vincent, der Überflieger ist den sie suchen:

– die Mutter, völlig auf sich selbstfixiert, wechselt ihr Männer wie Unterwäsche und zeugt im Laufe ihres Lebens 6 Kinder

– seine Aura wirkt mehr als bedrückt, er hat soetwas wie die “ große Traurigkeit “ schon in sich und schreibt hervorrangende Texte

Um Vincent zu fördern, wird ihm ein „Motivator“ zur Seite gestellt,  Harlan Eiffler, der im Laufe Geschichte sein Ziehvater wird. Eifflers Aufgabe ist grundlegend dafür zu sorgen das Vincent schreibt. Und sollte ihn die Motivation verlassen muss man zu anderen Mitteln greifen wie z.B.: seinen Hund umbringen, seine Beziehungen kaputt machen oder ihm weiß machen er habe Tuberkulose.

Eine perfide Idee, doch sie funktioniert und Vincents Werke sind jedes mal ein Welterfolg.

Doch natürlich kommt irgendwann auch der Tag an dem alles auffliegt..

Doch ich will ja nicht zu viel verraten 😉

Mit Abstand betrachtet, ist dieses Buch mal etwas ganz anderes.

Man leidet mit Vincent mit, der nichts von dem Ganzen ahnt.

Unterschwellig nimmt man natürlich auch die Kritik an der heutigen Welt an. (Kein Wunder bei dem Mist den RTL kreiert!) Dieses Buch kann ich jedem ans Herz legen. Das Thema ist einfach herzzerreißend und gleichzeitig erfrischend spannend.

Meine Meinung in 3 Worten: gefühlvoll, ironisch, leidend.

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Er gegen alle

James Weinbach. Er ist kein normaler Teenie. Er geht im Anzug gekleidet in die Schule, redet in einer – für die Anderen – so befremdlichen Sprache, dass ihn jeder für einen Außerirdischen aus einer anderen Zeit hält und ist zu allem Überdruss überaus höflich zu jedermann. Verantwortungsbewusst, gebildet, zuvorkommend.

Er ist ein Paradiesvogel, ein Außenseiter. Ein Nerd.

Doch eins hat er mit den anderen gemeinsam: er hasst die Schule.

In Joey Goebels Roman neuen Roman „Ich gegen Osborne“ geht es aber um viel mehr, als um Schulalltag vs. Freizeit, denn James hasst nicht nur das Highschool, sondern auch jeden Schüler der sie betritt.

Bei denen handelt es sich eh nur um sexbesessene, unmoralische, unterentwickelte Möchtegern-Erwachsene die nur so vor Dummheit strotzen. Außer eine.. Chloe. Seine Muse, seine Inspiration.

Diogenes: Taschenbuch – 11,90 € Hardcover – 22,90 €

An nur einem Tag spielt sich die Handlung des Buches ab. Und dieser Tag ist für James ganz besonders. Nicht nur das er Chloe nach einem Date fragen will oder das sein erster Versuch ein Buch zu schreiben in der Klasse besprochen wird,.. nein das ist noch lange nicht alles. Denn im Endeffekt kommt alles dann doch ganz anders.

Das Buch ist mit viel Witz und Charme geschrieben und man kann sich sehr gut in James hineinversetzen bzw. fühlt sich wie sein Verbündeter. Denn wer hatte sie nicht, die fiesen, bösen oder einfach nur dummen Leute in seiner Schule?

Er ist selber innerlich so hin und hergerissen, dass man doch starkes Mitleid empfindet, denn wer war das nicht mit 17 Jahren?

Wer ein Buch mit einen guten Schuss Sarkasmus und Ironie lesen möchte und in Gedanken vielleicht gerne noch einmal seine eigene Jugend Revue passieren lassen möchte sollte dieses Buch unbedingt lesen!

Meine Meinung in 3 Worten: Anti-Sex, Anti-Rebell, Anti-Alles.

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